OpenAI bringt GPT-6.1 Terra: Günstiger und genauer als der Vorgänger

Veröffentlicht am 31.10.2026

Am 26. Oktober 2026 hat OpenAI ein neues KI-Modell namens GPT-6.1 Terra vorgestellt. Ein KI-Modell ist das Rechenprogramm, das hinter Chatprogrammen steckt. Terra gehört zur Mittelklasse, also weder zu den größten noch zu den teuersten Modellen. OpenAI sagt, es sei besonders für Büroaufgaben und für die automatische Bedienung von Software gedacht.

Was ist neu?

Der wichtigste Punkt ist der Preis. Wer das Modell über eine Schnittstelle (API) nutzt, also in eigene Programme einbaut, zahlt nach Token. Ein Token ist ein kleiner Textabschnitt, etwa ein Wortteil. Laut Quelle halbieren sich die Preise gegenüber dem Vorgänger GPT-5.6 Terra. Eine Million Eingabe-Token kosten jetzt 1 Dollar statt 2 Dollar. Der Konkurrent Claude Sonnet 5.5 von Anthropic kostet 2 Dollar. Gespeicherte Eingaben kosten sogar nur noch ein Viertel des bisherigen Preises.

Das Modell ist ab sofort für Plus-, Pro-, Enterprise- und Edu-Nutzer in ChatGPT Work und Codex sowie über die API verfügbar.

Genauer und seltener erfunden

KI-Modelle erfinden manchmal Antworten, die richtig klingen, aber falsch sind. Fachleute nennen das Halluzination. Im Test des Analysehauses Artificial Analysis rät Terra nur noch in 38 Prozent der Fälle, wenn es eine Antwort nicht kennt. Beim Vorgänger lag dieser Wert bei 88 Prozent. Zugleich stieg die Genauigkeit um zwei Punkte.

Kosten pro Aufgabe

Bei höchster Denkstufe kostet eine Aufgabe laut Artificial Analysis 0,40 Dollar statt 1,40 Dollar. Das Modell wird dabei nur 6 Punkte schwächer als der Vorgänger, obwohl es nur ein Drittel kostet. Bei niedrigeren Stufen ist der Gewinn größer.

Software bedienen und Programmieren

Im Test für Programmieraufgaben (Terminal-Bench) löst Terra bei höchster Stufe 50,3 Prozent der Aufgaben. Der Vorgänger schaffte 21,5 Prozent. Für die schwierigsten Programmieraufgaben empfiehlt OpenAI aber weiterhin das größere Modell GPT-6.1 Sol.

Was heißt das für den Betrieb?

Terra soll beim Schreiben von Angeboten, beim Lesen technischer Zeichnungen und beim Ausfüllen von Formularen helfen. Trotzdem gilt: Alles, was die KI erstellt, sollte man prüfen, besonders Preise und Zahlen. Wie man KI im Büro sicher einsetzt, steht im Beitrag KI im Büro sicher nutzen.

Ein weiterer Punkt betrifft Sicherheit. Bösartige Anweisungen können in Texten versteckt sein, etwa auf einer Webseite. Solche Angriffe nennt man Prompt-Injection. Terra wehrt sie in Tests in 98,8 Prozent der Fälle ab, der Vorgänger in 96,2 Prozent. Das ist besser, bedeutet aber nicht, dass sie völlig ausgeschlossen sind.

Quelle: https://the-decoder.de/openai-bringt-gpt-6-1-terra-guenstiger-und-genauer-als-der-vorgaenger/