Billigware aus China: Was die Paketflut für kleine Betriebe bedeutet

Veröffentlicht am 03.11.2026

Eine Münchner Modehändlerin sagt es deutlich: Billige Kleidung aus China belastet die Branche, und von manchen Teilen bekommt man sogar Ausschlag. Ihr Ärger zeigt, wie stark der Online-Handel den Alltag kleiner Läden inzwischen prägt.

Was ist passiert?

Die EU will die Flut kleiner Pakete aus Fernost bremsen. Für Pakete aus China fällt seitdem eine Gebühr von mindestens zwei Euro an. Außerdem gelten neue Regeln für Verpackungen. Bald sollen Hersteller zudem nachweisen, woher ihre Stoffe stammen.

Die Modehändlerin Karin Elsperger bezweifelt, dass das reicht. Große Online-Plattformen, also Verkaufsseiten im Internet, könnten Gebühren durch Sammelsendungen und große Lager in der EU umgehen.

Warum Regeln allein nicht reichen

Gleiche Regeln für alle bedeuten nicht automatisch gleiche Bedingungen. Wer gute Stoffe verwendet, Schadstoffe prüfen lässt und auf faire Arbeit achtet, hat höhere Kosten. Billiganbieter halten sich oft nicht an solche Vorgaben. Deshalb wünscht sich die Händlerin Ausnahmen für kleine Firmen.

Was kleine Betriebe jetzt tun können

1. Regeln sammeln: Notieren Sie, welche Vorgabe für Ihren Betrieb gilt und seit wann. 2. Unklares früh klären: Fragen Sie bei Ihrer Industrie- und Handelskammer nach, wenn Sie unsicher sind. Je länger eine Frage offen bleibt, desto größer wird der Frust. 3. Lieferwege festhalten: Wer weiß, woher Stoffe, Knöpfe oder Reißverschlüsse kommen, kann Nachweise leichter erstellen. 4. Kosten ehrlich rechnen: Regeln kosten Zeit und Geld. Überlegen Sie, welcher Mehraufwand im Preis landen muss. 5. Qualität erklären: Kunden verstehen den Preis besser, wenn Sie sagen, warum Ihre Ware länger hält.

Wo KI helfen kann, und wo nicht

Die Händlerin hat die Regeln mit Künstlicher Intelligenz (Computerprogrammen, die Texte lesen und zusammenfassen) durchgearbeitet. Trotzdem blieben Fragen offen. KI kann Texte ordnen und Stichpunkte liefern. Eine verbindliche Auskunft ersetzt sie nicht. Prüfen Sie wichtige Ergebnisse deshalb bei einer Fachstelle nach.

Fazit

Die Paketflut lässt sich mit einem einzelnen Gesetz kaum stoppen. Kleine Betriebe kommen mit klaren Abläufen, guter Dokumentation und ehrlicher Information an Kunden am weitesten. Ein Wunsch bleibt dabei: eine verständliche Anleitung für jede neue Regel.

Quelle: https://www.merkur.de/lokales/muenchen/muenchner-modehaendlerin-die-chinesen-lachen-sich-ueber-die-eu-kaputt-94569409.html