Doomformer: Wie eine KI in einem Videospiel rechnet
Veröffentlicht am 31.10.2026
Was ist passiert?
Ein Entwickler mit dem Namen „mottopanikeiku“ hat eine KI in das Spiel Doom gebaut. Er nennt sie „Doomformer“. Der Name setzt sich aus Doom und „Transformer“ zusammen. So heißt eine Bauart von KI-Modellen. Das Ziel war kein neues Spiel, sondern ein Experiment: Kann man ein Computerprogramm mit einem alten Ego-Shooter nachbauen?
Wie funktioniert das?
Die Spielfiguren in Doom heißen „Voodoo Dolls“. Das sind Klone der Spielfigur, die im Spiel an zusätzlichen Startpunkten auftauchen. Der Entwickler nutzt genau diese Figuren als Bausteine. Laut seinen Angaben braucht er dafür 1.355 Puppen. Sie laufen auf Bahnen hin und her und überqueren dabei Linien. Diese Linien wirken wie Verbindungen zwischen den Teilen eines Netzwerks. Das Netzwerk kann so Zahlen erkennen.
Was kann die Doom-KI schon?
Die Spielfigur kann in einem Bereich der Karte Zahlen auf den Boden malen. Die KI erkennt dann, welche Ziffer gemalt wurde. In einem Test mit 10.000 Versuchen erkannte sie 9.716 Zahlen richtig. Das klingt beeindruckend, zeigt aber auch: Ganz fehlerfrei ist das System nicht.
Die Grenzen
Der Entwickler arbeitet auch daran, dass die KI selbst Doom spielt. Dafür werden Bilder des Spiels an mehr als 1.300 Puppen geschickt. Eine einzige Entscheidung dauert etwa 22 Sekunden. Deshalb werden Gegner im Test eingefroren, während die KI überlegt. Der Entwickler sagt selbst, dass dies noch weit von einem spielbaren Zustand entfernt ist.
Was bedeutet das für Sie im Alltag?
Das Experiment ist vor allem ein Bastelprojekt. Es zeigt aber gut, wie KI im Kern arbeitet: Viele einfache Teile geben Signale weiter, und am Ende entsteht ein Ergebnis. Für Ihren Alltag gibt es drei einfache Lehren:
- KI kann überraschende Dinge tun. Selbst ein altes Spiel kann Zahlen erkennen.
- KI ist nicht immer schnell. Eine einzelne Entscheidung braucht hier viel Zeit.
- KI macht Fehler. Auch bei einfachen Aufgaben werden nicht alle Ergebnisse richtig erkannt.
Wenn Sie KI-Werkzeuge für Ihre Arbeit nutzen, prüfen Sie deshalb wichtige Ergebnisse immer selbst. Das gilt für Zahlen, Texte und Bilder gleichermaßen.