CapCut bringt den Videoschnitt in ChatGPT
Veröffentlicht am 31.10.2026
Videos schneiden war bisher oft mühsam. Man öffnet ein Programm, sucht Szenen auf der Zeitachse (der Leiste, auf der die Szenen hintereinander liegen), sortiert sie, setzt Texte und Musik und exportiert das Ergebnis für jede Plattform. CapCut, ein Schnittprogramm von ByteDance, will genau diesen Ablauf vereinfachen. Die Funktion soll in ChatGPT verfügbar sein.
Was die neue Funktion macht
Die Idee ist einfach: Sie laden Ihre eigenen Clips hoch und beschreiben in normaler Sprache, was daraus werden soll. Bei der Vorführung auf der Veranstaltung CapCut World LA in Los Angeles sah das so aus: Der Nutzer lud fünf Fußballvideos hoch und bat darum, daraus einen 12 Sekunden langen senkrechten Highlight-Clip mit dem Titel „GOAL!“ zu machen. ChatGPT erstellte daraufhin einen ersten Entwurf.
Änderungen geben Sie ebenfalls in Ihren eigenen Worten ein, zum Beispiel „Mach das Tempo schneller“. CapCut passt dann die Reihenfolge, die Untertitel und die Zeitachse an.
Wann Sie weiterarbeiten können
Ist der erste Schnitt fertig, lässt sich das Projekt in den CapCut-Webeditor öffnen. Dort fügen Sie Effekte hinzu, feilen am Feinschliff und veröffentlichen das Video.
Wann es losgeht
CapCut hat einen offenen Test angekündigt, der laut Ankündigung im November starten soll. Er soll Handys, Computer und Webseiten abdecken. Ob und wann die Funktion für alle verfügbar ist, bleibt abzuwarten.
Warum das für Selbstständige interessant sein kann
Schon 2023 gab es ein ähnliches Angebot, damals aber eher als automatischer Generator: Das System lieferte ein Ergebnis, das man anschließend noch in CapCut fertigstellen musste. Neu ist, dass die KI jetzt mit Ihren eigenen Aufnahmen arbeitet. Der aufwendigste Teil ist meist nicht das Erstellen, sondern das Auswählen, Sortieren und Anpassen für verschiedene Plattformen. Genau dort setzt die neue Funktion an.
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