Supermärkte in Europa: Wenn Angreifer die Kühlung abschalten

Veröffentlicht am 08.11.2026

Was passiert ist

In Belgien und Schweden haben Cyberkriminelle offenbar Kühlanlagen in Supermärkten angegriffen. Cyberkriminelle sind Menschen, die sich ohne Erlaubnis über das Internet in fremde Computersysteme einschleichen. Bei dem Angriff wurden Kühlschränke und Tiefkühltruhen wärmer.

Laut den Nachrichtenagenturen Belga und TT sind in Belgien unter anderem Märkte von Delhaize, Carrefour und Spar betroffen. Der Kühltechnik-Dienstleister Sabcobel spricht von rund zwanzig betroffenen Anlagen. In Frankreich waren Mitte des Vormonats etwa 150 Geschäfte betroffen, das Ausmaß in Belgien ist also kleiner.

Wie der Angriff ablief

Nach Angaben von Sabcobel wurden die Anlagen aus der Ferne in den sogenannten Abtaumodus versetzt. Dabei schaltet die Anlage die Kühlung ab, damit das Eis an den Verdampferflächen schmilzt. Wird dieser Modus zur falschen Zeit eingeschaltet, steigt die Temperatur im Gerät, und die Lebensmittel können verderben.

In Schweden bestätigte die Kette ICA nur, dass einige Filialen in der Nacht betroffen waren. Eine Filiale in Sjöbo schrieb auf Facebook, die Temperatur sei auf bis zu 50 Grad gestiegen, und nannte einen Hackerangriff als Ursache. ICA bestätigte das nicht. Auch sechs Märkte der Kette Coop meldeten Probleme. Ob bei diesen Vorfällen auch künstliche Intelligenz eine Rolle spielte, ist nicht bekannt.

Was Sie daraus lernen können

Auch kleine Betriebe nutzen oft Technik, die sich aus der Ferne steuern lässt, etwa Heizung, Lüftung oder Kühlung. Diese Punkte helfen:

Wie Angriffe durch Hilfsmittel wie KI leichter werden können, zeigt KI-Agenten als Angreifer: Was der Fall Anthropic für Kleinbetriebe bedeutet.

Quelle: https://www.spiegel.de/netzwelt/belgien-und-schweden-offenbar-erneut-cyberangriffe-auf-supermaerkte-in-europa-bis-zu-50-grad-im-kuehlschrank-a-e0254cae-d3c2-43f1-921d-93957583a7c1#ref=rss