KI-Gesetz in Deutschland: Was Unternehmen jetzt wissen sollten
Was ist das KI-MIG?
Das KI-MIG ist das deutsche Gesetz, das die europäische KI-Verordnung (AI Act) in Deutschland umsetzt. Die KI-Verordnung legt EU-weit Regeln für KI-Systeme fest, also für Programme, die selbstständig Ergebnisse liefern, etwa Texte, Bewertungen oder Empfehlungen. Das Bundeskabinett hat das KI-MIG am 11. Februar 2026 auf den Weg gebracht. Ziel ist, die Regeln so innovationsfreundlich und bürokratiearm wie möglich umzusetzen.
Wer kontrolliert die Einhaltung?
Eine zentrale Rolle spielt die Bundesnetzagentur (BNetzA). Sie soll als Koordinierungs- und Kompetenzzentrum arbeiten und Innovationen fördern. Für Unternehmen bedeutet das: Sie sollen möglichst nur einen zentralen Ansprechpartner haben, den sogenannten One-Stop-Shop. Auch bestehende Behörden, zum Beispiel für Maschinen oder Medizinprodukte, sollen eingebunden werden. Die Marktüberwachung meint dabei die Kontrolle, ob KI-Produkte die Regeln einhalten.
Welche Hilfen gibt es?
Der KI-Service-Desk ist eine Servicestelle bei der BNetzA. Sie unterstützt Unternehmen bei der Umsetzung der Anforderungen.
Die KI-Reallabore sind eine kontrollierte Testumgebung. Dort dürfen Unternehmen für einen begrenzten Zeitraum neue KI-Systeme entwickeln, trainieren, testen und prüfen.
Wichtige Termine
- 2. Februar 2025: KI-Systeme mit inakzeptablem Risiko sind verboten.
- 2. August 2025: Regeln für KI-Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck gelten.
- 1. August 2026: Die KI-Verordnung findet grundsätzlich Anwendung.
- 2. August 2027: Die Anforderungen an Hochrisiko-KI-Systeme nach Anhang I gelten.
Hochrisiko-KI bedeutet: KI, bei der mögliche Schäden für Menschen besonders ernst sind. Dafür gelten strengere Regeln.
Freiwillige Hilfe: der Verhaltenskodex
Der GPAI Code of Practice ist ein freiwilliger Verhaltenskodex. Er hilft Anbietern von KI-Modellen mit allgemeinem Verwendungszweck, die Vorgaben einzuhalten. Er beschreibt unter anderem, wie Transparenz, Urheberrechte und Sicherheit gewährleistet werden können.
Was die Quelle nicht beantwortet
Die Informationen reichen nicht aus, um konkrete Pflichten im KI-MIG selbst zu nennen. Auch zu Kosten, eigenen Meldefristen und dem aktuellen Stand des Gesetzgebungsverfahrens fehlen Angaben. Unternehmen sollten deshalb den Gesetzestext und die Angebote der BNetzA direkt prüfen.
Quelle: https://bmds.bund.de/themen/kuenstliche-intelligenz/ki-regulierung