KI im Handwerk 2026: Was Umfragen über den echten Einsatz zeigen

Künstliche Intelligenz (KI) ist ein Computerprogramm, das aus großen Datenmengen lernt und zum Beispiel Texte schreiben oder Fragen beantworten kann. Im Handwerk wird sie langsam ein Thema. Aber wie stark wird sie schon genutzt? Eine Umfrage der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim gibt darauf einen ersten Hinweis.

Wo stehen die Betriebe?

Die Kammer hat mehr als 500 Handwerksbetriebe befragt. Das Ergebnis: Viele prüfen noch, ob und wie sie KI einsetzen wollen.

Wofür die Betriebe KI nutzen wollen

Am häufigsten nennen die Betriebe Aufgaben im Büro. 57 Prozent können sich vorstellen, KI für Texte, E-Mails oder Recherchen zu nutzen. Es folgen Angebote und Kalkulationen (36 Prozent) sowie Marketing und Social Media (34 Prozent). Ein Chatbot, also ein Textprogramm, das Kundenfragen beantwortet, interessiert 18 Prozent. Für Produktion nennen nur 5 Prozent eine Idee.

Was den Betrieben fehlt

Viele Betriebe brauchen noch Hilfe. Je 32 Prozent wünschen sich Informationen zu Fördergeldern und praxisnahe Schulungen. 30 Prozent interessiert eine Erstberatung, 28 Prozent eine Beratung zu Datenschutz und rechtlichen Fragen. Am häufigsten, nämlich 37 Prozent, wurde jedoch „keine Einschätzung“ angegeben. Das zeigt: Vielen fehlt noch der Überblick, welche Aufgaben sich für den eigenen Betrieb lohnen.

Was die Umfrage nicht zeigt

Die Befragung zeigt vor allem Pläne und Meinungen. Sie sagt nicht genau, wie viele Betriebe KI heute schon im Alltag nutzen. Auch fehlt eine Aufschlüsselung nach Betriebsgröße. Ob die Ergebnisse für sehr kleine Betriebe mit wenigen Beschäftigten genauso gelten, lässt sich daher nicht sicher sagen. Ebenso wenig steht fest, welche Ergebnisse sich auf andere Regionen übertragen lassen.

Erste Schritte

Die Kammer empfiehlt, mit den Aufgaben zu beginnen, die im Alltag wirklich Zeit kosten, etwa bei E-Mails oder bei der Angebotserstellung. Hilfreich sind laut Kammer drei Angebote: Grundlagenschulungen zum sicheren Umgang mit KI, eine Beratung im eigenen Betrieb und Praxisworkshops mit eigenen Übungsprojekten.

Wer unsicher ist, kann sich bei der Handwerkskammer beraten lassen. Ansprechpartner ist René Nauber, Innovationsberater, unter der Telefonnummer 0541 6929-930.

Quelle: https://www.hwk-osnabrueck.de/handwerksbetriebe-sehen-chancen-und-suchen-orientierung/